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Was erfahren Sie über Ihre Gesundheit bei der Blutspende?

Viele Menschen fragen sich, welchen direkten Nutzen sie durch das Blutspenden haben. Nicht nur das Erfahren der Blutgruppe und der Erhalt des Unfallhilfe- und Blutspende-Passes oder auch der Imbiss nach jeder Spende sind Vorteile für Sie als Blutspender.
Viel wichtiger ist, dass jeder Blutspender und sein Blut genauestens untersucht und mehreren Gesundheitschecks unterzogen wird.
Vor jeder Blutspende führen Sie ein Gespräch mit einem Arzt zu Ihrer Gesundheit und eventuellen Anzeichen einer Erkrankung. Bei diesem Gespräch werden Ihre Blutdruckwerte und Ihr Puls gemessen und ärztlich beurteilt. Unregelmäßigkeiten beim Puls oder erhöhte Blutdruckwerte können Hinweise auf eine Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems oder frühe Anzeichen eines bestehenden Risikos für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall sein, lange bevor Sie dies durch körperliche Symptome bemerken. Jeder sollte daher regelmäßig Blutdruck und Puls überprüfen lassen. Blutspender erhalten diese Kontrolle regelmäßig und professionell. Bevor wir Sie zur Blutspende zulassen können, bestimmt unser Laborant Ihren HB-Wert. Zu niedrige Werte können sowohl auf eine Mangelernährung, aber auch schwere innere Erkrankungen hinweisen.

In jedem Fall wird unser Arzt von der Norm abweichende Ergebnisse dieser Untersuchungen mit Ihnen besprechen und einen Begleitbrief für Ihren Hausarzt ausstellen.

Folgende für den Empfänger, aber auch für Sie wichtige Laboruntersuchungen durchläuft Ihr Blut nach der Blutspende:
Blutgruppenbestimmung Test auf Antikörper, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen können Tests zur Erkennung virusbedingter Leberentzündungen (Hepatitis-B,-C) Test zur Erkennung einer HIV-Infektion (AIDS-Test) Test auf Antikörper gegen den Erreger der Syphilis (Geschlechtskrankheit) Tests auf Hepatitis A und Parvovirus B 19 Werden bei der Untersuchung Ihres Blutes im Rahmen der Blutspende Besonderheiten festgestellt, werden Sie oder Ihr Hausarzt informiert, der gegebenenfalls weitere Untersuchungen durchführt, um eine genauere Diagnose zu stellen.

Das Blutbild
Blut enthält eine Fülle von Informationen, über die ein Blutbild genauestens Auskunft gibt. Über die Beschaffenheit des Blutes kann auf den körperlichen Zustand eines Menschen geschlossen werden. Für ein so genanntes kleines Blutbild reicht ein kleiner Blutstropfen. Hierbei werden Zahl, Größe und Form der roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten) bestimmt sowie die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) bestimmt. Sind zu wenig rote Blutkörperchen vorhanden, handelt es sich um eine Blutarmut (Anämie). Die Folge ist eine Unterversorgung des Organismus mit Sauerstoff. Anhand bestimmter Richtwerte kann der Arzt erkennen, ob eine Abweichung von den Normalwerten und somit möglicherweise eine Erkrankung vorliegt.



Gemessene Zellkonzentrationen beim „kleinen Blutbi

Zellart/Umschreibung Normwert Männer Normwert Frauen
Leukozyten =
weiße Blutkörperchen, dienen der Abwehr
4-10/nl 4-10/nl
Erythrozyten =
rote Blutkörperchen, dienen dem Stofftransport
4,2-6,0/pl 3,9-5,3/pl
Hämoglobin (Hb) =
roter Blutfarbstoff, bindet Sauerstoff und Kohlendioxid
14-18g/dl 12-16g/dl
Hämatokrit (HK, HKT) =
Anteil der Blutkörperchen am Gesamtblut, Blutdicke
0,38-0,52 (=38-52%) 0,36-0,46 (=36-46%)
Thrombozyten =
Blutplättchen, dienen dem Wundverschluss
150-400/nl 150-400/nl


Zu einer umfassenden Untersuchung und einer genauen Diagnose ist das kleine Blutbild nicht ausreichend. Genauere und weiterführende Erkenntnisse liefert dem Arzt das so genannte Differenzialblutbild, das zusammen mit dem kleinen Blutbild als “großes Blutbild” bezeichnet wird. Zur Erstellung des Differenzialblutbildes wird ein Tropfen Blut unter dem Mikroskop angefärbt und betrachtet. Auf diese Weise ermittelt man die Form, Größe und Häufigkeit der verschiedenen weißen Blutkörperchen (Leukozyten). Die Auszählung dieser Zellen kann Hinweise auf mögliche Erkrankungen geben, denn ein Anstieg der weißen Blutkörperchen signalisiert, dass im Körper ein Abwehrkampf gegen Viren, Bakterien, Parasiten oder ähnliches stattfindet. So können Erkrankungen wie z.B. Infektionskrankheiten, Hepatitis B und C, Malaria, Erkrankungen von Organen oder sogar Krebserkrankungen frühzeitig erkannt werden.

Gemessene Zellkonzentrationen beim Differenzialblu

Zellart/Umschreibung Normwert
Männer und Frauen
Granulozyten =
Bekämpfung von Bakterien, Viren und Pilzen
 
Stabkernige Neutrophile 3-5%
Segmentkernige Neutrophile 54-62%
Eosinophile 1-4%
Basophile 0-1%
Lymphozyten =
Bildung von Antikörpern, Immunabwehr-Botenstoffe
20-40 %
Monozyten =
Verdauung von Erregern, Stärkung des Immunsystems
3-8 %



Das Differenzialblutbild liefert besonders bei Infektionskrankheiten wichtige Informationen und kann außerdem auf verschiedenste Erkrankungen hinweisen: Nähere Informationen dazu erhalten Sie nach Anklicken des jeweiligen Blutbestandteils.
Ein ausführliches Blutbild ist unerlässlich für die Diagnose eines jeden Arztes, denn es liefert wichtige Indizien zur Diagnose von Erkrankungen. Nicht nur über die Anzahl und Beschaffenheit der Blutkörperchen gibt das Blutbild Auskunft. Auch Konzentrationen lebenswichtiger Stoffe, die das Blut innerhalb des Körpers transportiert, können durch ein Blutbild ermittelt werden: Salze wie Natrium, Kalium und Chlorid, Mineralien wie Kalzium, Phosphor und Magnesium, Schwermetalle wie Kupfer, Zink, Mangan und Eisen, Vitamine – wichtige Werte, die Aufschluss über den körperlichen Zustand des Patienten geben.